Inklusive Quartiere brauchen Beziehungen – nicht nur Gebäude.
Wir begleiten Bauträger, soziale Träger und Bewohner:innen dabei, aus neuen Häusern lebendige Nachbarschaften zu machen.
Wenn neue Wohngebäude oder Quartiere entstehen, werden Grundrisse und Technik oft perfekt geplant – doch das Zusammenleben selbst bleibt häufig dem Zufall überlassen.
Genau hier setzen wir an: Wir bringen soziale Institutionen, Bewohner:innen, Eigentümer und Hausmeister zusammen und gestalten die ersten Schritte in einem neuen Zuhause bewusst – für ein inklusives, wertschätzendes und stabiles Miteinander.
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Warum inklusive Quartiere?
Ein inklusives Quartier entsteht nicht zufällig. Es entsteht dort, wo Menschen bewusst miteinander in Beziehung gebracht werden.
• Unterschiedliche Menschen finden ihren Platz.
• Soziale Träger werden früh beteiligt und übernehmen klare Rollen.
• Nahversorger, soziale Dienste und Bewohner:innen werden logisch verknüpft.
• Aus einem Gebäude wird ein Zuhause – für alle, die dort leben.
Durch eine strukturierte Begleitung schon in der Planungsphase können entscheidende Weichen gestellt werden:
Wer zieht ein? Welche Angebote gibt es im Haus? Wie lernen sich die Menschen kennen? Wie entsteht von Beginn an ein Gefühl von Zugehörigkeit?
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Unsere Rolle
Wir verstehen uns als Brückenbauer zwischen:
• Bauträgern und Eigentümern
• sozialen Institutionen
• Bewohner:innen
• Hausmeister- und Servicediensten
Unser Ziel ist es, ein angemessenes Wohn- und Lebensklima zu schaffen, das langfristig trägt – im Neubau ebenso wie im Bestand.
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Was wir tun – Schritt für Schritt
1. In der Planungsphase: Grundlagen schaffen
Bereits bevor die ersten Bewohner:innen einziehen, beginnen wir unsere Arbeit:
• Vorauswahl geeigneter sozialer Institutionen
• Durchführung erster Gespräche über Angebote und mögliche Rollen
• Definition zusätzlicher Aufgaben,
z. B.: Mitgestaltung von Außenbereichen, Organisation eines jährlichen Sommerfestes, Unterstützung bei Gemeinschaftsaktionen, Verhandlung dieser Aufgaben mit den Trägern, Vorbereitung der inklusiven Tätigkeit in die Mietverträge
So entstehen klare Strukturen, Verantwortlichkeiten und Erwartungen.
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2. Während der Bauphase: Beziehungen aufbauen
In dieser Zeit:
• halten wir den Kontakt zu allen beteiligten Institutionen,
• entwickeln Ideen für das soziale Miteinander weiter,
• bereiten Kommunikationswege und Informationsformate vor,
• stimmen uns eng mit Bauträger, Eigentümer und Hausmeisterdiensten ab.
So ist zum Einzug bereits ein tragfähiges Netzwerk entstanden.
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3. Vor dem Einzug: Informieren & vorbereiten
Kurz vor Bezug sorgen wir dafür, dass zukünftige Bewohner:innen ihr neues Zuhause bewusst kennenlernen:
• Vorstellung der Besonderheiten des Gebäudes
• Erläuterung der Ansprechpersonen und Zuständigkeiten
• Informationen zu sozialen Angeboten im Haus und im Quartier
• Hinweise auf Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen
Dadurch entsteht Orientierung – noch bevor der erste Schlüssel übergeben wird.
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4. Das erste Jahr nach Bezug: Begleiten & moderieren
Hier entfaltet unser Ansatz seine größte Wirkung:
• Wir begleiten das Haus im ersten Jahr nach Einzug.
• Wir organisieren Formate zum Kennenlernen:
• Nachbarschaftstreffen
• kleine Aktionen
• ein jährliches Sommerfest oder ähnliche gemeinschaftsstiftende Events
• Wir moderieren Fragen, Konflikte und Bedürfnisse.
• Wir unterstützen die Zusammenarbeit zwischen:
• Bewohner:innen
• sozialen Institutionen
• Hausmeisterdiensten
• Eigentümern
Auf Wunsch erstellen wir ein regelmäßiges Rundschreiben, das über Entwicklungen im Haus und im Quartier informiert.
Ziel ist es, stabile Beziehungen und Strukturen aufzubauen, die anschließend eigenständig weitergeführt werden können.
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Die Rolle der sozialen Institutionen im Haus
In unserem Ansatz sind soziale Institutionen zentrale Ankerpunkte im Quartier.
Sie:
• kennen alle Bewohner:innen,
• übernehmen klar definierte Zusatzaufgaben,
• gestalten aktiv das Gemeinschaftsleben mit,
• sind niedrigschwellige Ansprechpartner:innen für soziale Fragen.
Damit wird das soziale Angebot nicht nur im Gebäude verankert, sondern auch für alle zugänglich.
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Auch im Bestand: Zusammenleben neu denken
Unser Konzept funktioniert nicht nur im Neubau.
Auch in bestehenden Wohnhäusern übernehmen wir:
• eine Analyse der aktuellen Situation,
• die Einbindung vorhandener Akteur:innen,
• die Entwicklung eines passenden Maßnahmenpakets,
• Formate für ein verbessertes Miteinander,
• Moderation, Aufbau neuer Routinen und gemeinschaftliche Aktionen.
Auch ohne Neubau kann sich ein Wohnhaus zu einem lebendigen, inklusiven Quartier entwickeln.
Meine Aufgabe besteht darin:
Meine Aufgabe würde ebenfalls bereits im Planungsprozess beginnen. Ich würde im Auftrag des Bauträgers eine Vorauswahl der sozialen Institutionen treffen und erste Gespräche mit Ihnen führen. Ich würde die Aufgaben, die ein Träger zusätzlich zu erbringen hat definieren und mit den Mitarbeiter:innen verhandeln. Später werden diese Schriftstücke in den Mietvertrag übernommen.
Während des Baus würde ich den Kontakt zu den Institutionen halten und die entsprechenden Ideen weiterentwickeln. Kurz vor Inbetriebnahme würde ich die neuen Bewohner:innen über Ihr neues Zuhause informieren und sie über die Besonderheiten des neuen Gebäudes aufklären. Hier beginnt die Hauptaufgabe meiner Tätigkeit. Das Zusammenführen und Kennenlernen der Menschen in Ihrem neuen Gebäude und im Wohnumfeld. Wer ist der/die Ansprechpartner:in für welche Aufgabe, was kann jeder Einzelne für das Zusammenleben beisteuern, welche Leistungen erbringen die Sozialen Träger und welche Aufgaben erbringen diese für die Allgeneinheit. Insgesamt würde ich das Hauses das erste Jahr nach Bezug begleiten und in regelmäßigen Abständen versuchen, alle menschlichen und inhaltlichen Fragen des Zusammenlebens zu klären und zu moderieren. Zu meinen Aufgaben könnte auch ein regelmäßiges Rundschreiben mit Informationen zum Haus und der Umgebung gehören.
Ich bin fest davon überzeugt, dass die ersten Kontakte zwischen den Bewohnern:innen dazu beitragen können, das Leben in dem Quartier nachhaltig zu verbessern. Ich würde diese Aufgabe mit einem Team wahrnehmen und dem Bauträger mit allen notwendigen Informationen versorgen, die er benötigt. Ich würde zwischen den Bewohnern:innen, gemeinsam mit dem Hausmeister, der die baulichen Bedarfe deckt, und dem Immobilienbesitzer stehen und ein angemessenes Wohn- und Lebensklima schaffen.
Weiterhin möchte ich betonen, dass diese Aufgabe auch im Altbaubestand ausgeführt werden kann. In diesem Zusammenhang wäre die Aufgabe etwas anders ausgeprägt aber im Kontext eines besseren Zusammenlebens im Prinzip ähnlich.